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Wie alles begannEs geschah im
Sommerurlaub 2000 in der Slowakei. Ich habe ein Uralgespann aus den Fünfzigern
gesehen und mich mit dem Fahrer aus Berliner unterhalten. So erfuhr ich, dass
es
Ural Gespanne gibt und diese in alter Tradition und relativ
unverändert noch in Russland gebaut werden. Ich habe sofort meinen Plan
eine BMW GS oder Honda Transalp zu kaufen aufgegeben und beschlossen, dass
ich auch ein Ural- Gespann haben muß. Zufällig erzählte ich meine
Ural-Bekanntschaft aus dem Urlaub meinem Oldtimer begeisterten Arbeitskollegen
Volker. Und wie es der Zufall will hat Volker ein Uralgespann M61 Baujahr 1959.
Nach einer Besichtigung von Volkers
Ural und einer kurzen Probefahrt war alles klar. Jetzt musste ich nur noch
wissen, wo ich eine Ural herbekomme. Nach einer schnellen Internetrecherche habe
ich auch einen Händler in meiner Nähe gefunden: Iwan Bikes in Allershausen.
Dann ging alles ganz schnell: Anschauen, Probefahrt und kaufen. Seit März 2001 bin ich nun stolzer
Besitzer eines Ural- Gespannes.
Die erste FahrtSchon bei der Probefahrt bei Iwan Bikes in Allershausen hatte ich ein mulmiges Gefühl als der Beiwagen bei einer Rechtskurve 30cm abhebte. Aber es war geil. Dennoch habe ich mich nicht getraut, gleich von Allershausen nach Regensburg mit der Ural zu fahren. Also habe ich sie mit einem Anhänger abgeholt und zu Hause die ersten Gehversuche gemacht. Obwohl ich die ersten Fahrten nur mit Felix als
Gewicht im Beiwagen gemacht habe, war jede Rechtskurve ein Highlight. Auch
das starke Bedürfnis des Gespanns immer geradeaus fahren zu wollen machte mir
zu schaffen. Fast wäre ich mit 40Kmh in Nachbars Zaun gefahren. Aber mal
abgesehen von einer Verkehrsinsel und zwei Kreuzungen, die ich quer überfahren
habe ging alles recht gut. Bei der aller ersten Fahr hatte ich allerdings ein
kleines technisches Problem. Man könnte auch sagen Dummheit muß bestraft
werden. Nach den ersten Kilometern habe ich mich gefragt, warum die Ural nur im
ersten und zweiten Gang so richtig zieht. Sobald ich höher geschaltet habe ging
der Motor in die Knie. Natürlich habe ich sofort an die Feststellbremse
gedacht, aber diese war gelöst und konnte nicht die Ursache sein. Also fahre
ich erst mal weiter und denke während der Fahrt was das Problem sein könnte:
Der Vergaser- falsch eingestellt, der Bock ist eben so lahm oder schon kaputt?
Nach weiteren 8 Kilometern gab es erste Geruchsentwicklungen: Eindeutig Bremse.
Nach einer erneuten Untersuchung stellte ich fest, daß die rechte Fußraste
nicht richtig festgezogen war und nach unten gerutscht war. Damit drückte sie
permanent auf die Hinterbremse. Die Radnarben waren so heiß, dass das Fett
flüssig geworden ist und aus der Narbe lief. Die Plastikradkappe am Beiwagen
war gänzlich weggeschmolzen. Das Problem war schnell behoben und ich konnte die
letzten Kilometer normal fahren.
Update 30.05.2002
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