Naturfreundesteig Traunstein 2002Seit unserem Urlaub im Salzkammergut 2001 hat es mir der Traunstein angetan. Dazu kommt, dass dieser schöne nach allen Seiten steil abbrechende Berg nur 2 bis 3 Autostunden von Regensburg entfernt ist und mit dem Naturfreundesteig einen hervorragenden Klettersteig bietet. Aus diesen Gründen haben wir, Michael und ich, beschlossen im Spätsommer 2002 übers Wochenende an den Traunsee zu fahren und den Naturfreundesteig zu begehen. Im folgenden gibt's einen kurzen Tourenbericht und Fotos. |
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1. Tag (7.9.2002):: Aufbruch 6:00 in Regensburg. Ankunft gegen 9:00 in Gmunden. Nach langer Parkplatzsuche ist endlich der fabrikneue A4 von Michael sicher beim Hois'n Wirt geparkt. Es ist viel los am Traunstein, Karawanen von Menschen sind unterwegs. Aber dank unser schneckenhaften Geschwindigkeit sind wir meist allein auf dem Naturfreundesteig. Tragische Szenen spielen sich ab, aber wir erreichen trotzdem nach ca. 3 Stunden bei bestem Bergwetter das Naturfreundehaus. Oder waren es 4 Stunden? Auf jeden Fall haben uns etliche Rentner und hübsche Joggerinnen im Laufschritt überholt. Aber das lässt uns kalt, denn wir haben eine Ausrede: Gigantisch große Rucksäcke mit Futter für eine Woche, Schlafsäcke und extrem viel Ausrüstung. Gott sei Dank es weiß keiner, dass wir nur zwei Tage unterwegs sind. Im Naturfreundehaus ist eine Jahresfeier und entsprechend viel los. Nach einem Bier und einem Mittagsschläfchen gehen wir weiter zur Gmundener Hütte und auf den Gipfel des Traunstein. Dort werden wir Zeuge von einem Geburtstagsständchen für einen alten Herren. Wir gratulieren natürlich auch, aber singen tun wir nicht. Pünktlich zum Abendessen sind wir an der Gmundener Hütte und trinken einige Bier. Dann lassen wir uns den Schweinebraten schmecken, der anlässlich der Geburtstagsfeier des Sohns vom Hüttenwirt zubereitet wurde und unterhalten uns noch lange mit einer Wienerin, die scheinbar schon die ganze Welt bereist hat. Vom Hüttenwirt erfahren wir, dass die Bestzeit für den Naturfreundesteig bei 50 min liegt. Gott sei Dank, haben wir unsere Ausrede. Irgendwann geht's in den Schlafraum. Während dessen wird im Gastraum noch ordentlich Geburtstag gefeiert. Es sollte eine grausige Nacht werden. Aber ich erspare an dieser Stelle Details. Nur soviel: Gegen 3:00 Uhr werden wir von dem Ruf nach einem Kübel geweckt. "Einen Kübel schnell!" Aber der Kübel kam zu spät. 2. Tag (8.9.2002): Nach dieser Nacht mit wenig echtem Schlaf brechen wir am Morgen nach einem kleinen Frühstück auf. Bemerkenswert war, dass am frühen Morgen schon etliche Einheimische auf den Berg gekommen waren um scheinbar einen Frühschoppen in der Gmundner Hütte zu nehmen. Respekt. Wir steigen über den auch sehr steilen Lainaussteig zur Mairalm ab und gehen von dort über die Hohe Scharte zum Laudachsee. Von dort gehen wir über den Waldlehrpfad und anschließend über den W8 zurück zum Hois'n Wirt, wo unser Auto steht. Gegen 14:00 starten wir heimwärts in Richtung Oberpfalz. Es war eine gelungene Bergfahrt und wir hatten bestes Wetter. Allerdings an der Kondition von F. Q. aus R. muss noch gearbeitet werden. Aber es ist ja noch Zeit bis zum nächsten Spätsommer. Dann steht die Watzmannüberschreitung an. |
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Naturfreundsteig Traunstein
Dazu im Internet: |
Der Traunstein (1691m) liegt direkt am Traunsee im Salzkammergut. Der Ausgangspunkt für die Tour ist der Parkplatz am Ostufer ca. 5Km von Gmunden. Wir haben uns für den Naturfreundesteig als Aufstiegsweg entschieden. Das ist ein Klettersteig, der vom Zustieg bis zum Traunsteinhaus in 1557 m Höhe führt. Man überwindet bis zum Gipfel einen Höhenunterschied von ca. 1250 m. Die Schwierigkeit ist mit "mittelschwer" beurteilt. Der Einstieg ist direkt nach einem Tunnel und ist gleich am Anfang schon mit Drahtseilen abgesichert. Teilweise läuft man auf schmalen Pfaden oder klettert über lange Eisenleitern oder Eisenstifte. Stellenweise hat man Luft unter den Sohlen und meist hat man einen wunderschönen Tiefblick auf den Traunsee. Übernachten oder einkehren kann man entweder im Naturfreundehaus oder in der Gmundener Hütte vom DAV. Siehe auch Reisebericht
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Regensburg, 27.10.2002 |