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Zusätzliche Links zum Thema Slowakei / Hohe
Tatra / Ausflugsziele / Reiseberichte ... bei Queis-online
-- Allgemein -- Warum
in die Hohe Tatra ?
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-- Bergtouren -- Predne
Solisko (2093m) |
-- Ausflüge -- Der
Bergfriedhof am See
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-- Tipps und Erfahrungen -- |
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Die Hohe Tatra, der nördlichste Teil des Karpatenbogens ist eines der kleinsten Hochgebirge Europas. Die Hohe Tatra, auch Vysoke Tatry liegt im Norden der Slowakei an der Grenze zu Polen. Eine besondere Eigenart der Tatra ist, dass sie unvermittelt und steil aus der Ebene bis in Hochgebirgszonen emporragt ohne bewaldete Vorberge, wie es in den Alpen zu beobachten ist. Der höchste Gipfel, der "Gerlach" (Gerlachovsky stit) ist gerade mal 2655 m hoch. Da die Waldgrenze aber schon bei ca. 1550 m liegt hat man den Eindruck, man bewegt sich in größeren Höhen. Diese Tatsache und die Tatsache, dass die Tatra ein Nationalpark mit strengen Auflagen für Touristen ist, macht sie Einzigartig. Die Bergwelt ist in Ordnung, der Tourismus ist noch in geregelten Bahnen und auch der Braunbär ist noch in der Tatra zu Hause. Zur Zeit gibt es 50 freilebende Bären.
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Für mich hat die Tatra eine besondere Bedeutung. Es ist das Gebirge, wo ich als Kind und Jugendlicher meine Ferien verbracht habe. Daher kenne ich jeden Weg und Gipfel, den man ohne Bergführer besteigen darf. Auch auf dem Gerlachovsky stit habe ich in Begleitung eines Bergführers vor 11 Jahren gestanden. Dieses Jahr nun hatten wir uns vorgenommen unseren Sommerurlaub in der Hohen Tatra zu verbringen. Ein Widersehen nach 11 Jahren.
Bei der Urlaubsplanung ist uns schnell klar geworden,
daß wir in diesem Urlaub aus Sicherheitsgründen nicht zelten werden.
Wir waren mit zwei Familien dort, so dass eine Hütte im Wald, wo auch die
Kinder spielen können, genau das richtige war. Nach kurzer Suche im Internet
sind wir auf die Firma Satur (Siehe Links) gestoßen, die
in der Slowakei Privathütten vermittelt. So kam es, daß wir eine
Hütte in Tatranska Lieskovec in der Nähe von Tatranska Strba gemietet
haben. Die Hütte lag mitten im Wald und war genau das richtige für
uns. Die Hütte war recht gut ausgestattet. Es gab eine Küche, Bad,
einen Aufenthaltsraum mit Kamin und im Obergeschoss zwei Schlafzimmer.
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In dem Wald rings um die Hütte waren täglich
etliche einheimische Pilzsucher unterwegs und haben riesige Körbe voller
Steinpilze aus dem Wald getragen. An den Fernstraßen wurden die Pilze
dann angeboten. Wir sind natürlich auch auf die Suche gegangen und
hatten tatsächlich Erfolg.
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5 Minuten von der Hütte entfernt hatte man von einer Lichtung einen fantastischen Blick auf den Krivan und den Solisko. Siehe oben.
Der Predne Solisko ist ein einfach zu besteigender Gipfel über Strebske Pleso. Wir sind von Strebske Pleso aus mit dem Sessellift (260 SK für 2 Erw. + 1 Kind hin und zurück) bis zur Berghütte Charta pod Soliskom gefahren und von dort ca. 1 Stunde bis zum Gipfel gelaufen. Vom Gipfel hat man einen schönen Blick ins Hinterland und auf Strebske Pleso. Für Felix und Florian war dieser einfache Berg der erste Zweitausender im Leben. Für Florian trifft das nur begrenzt zu, da er beim Aufstieg natürlich auf meinem Rücken gesessen hat. Der Abstieg ist schnell gemacht. Nach einer halben Stunde ist man wieder am Lift.
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Am Abend haben wir an der Hütte ein Lagerfeuer gemacht und es gab gegrillte Würste und etliche Liter Bier. Das slowakische Tatran Bier ist übrigens ausgezeichnet und auch sehr billig, wie so ziemlich alle heimischen Lebensmittel.
Der Krivan ist der Nationalberg der Slowaken und ist dem
entsprechend viel besucht. Der Gipfel fällt nach allen Seiten steil ab.
Nur auf einer Seite ist es nicht so steil und dort fürt letztendlich der
Wanderweg zum Gipfel. 7:30 Uhr sind wir bei der Hütte gestartet und haben
uns mit dem Auto nach Tri studednicky fahren lassen. Das liegt in Richtung Podbanske
und ist der Ausgangspunkt für die klassische Krivan Tour. Laut Wanderführer
dauert die Tour mit anschließenden Abstieg nach Strebske Pleso 6 Stunden.
Von Tri studednicky läuft man normalerweise
zuerst durch den Wald auf dem grün markierten Weg zum Sattel Priehyba (1990m)
und dann auf dem Blau markierten Weg zum Gipfel. Wie gesagt normalerweise. Wir
haben es fertig gebracht und sind erst mal auf dem Rot markierten Weg zum Jamske
Pleso gelaufen. Auf der halben Strecke dahin haben wir den Fehler festgestellt
und haben uns fürs weiterlaufen entschieden. Somit sind wir beim Aufstieg
schon
mal 1,5 Stunden Umweg gelaufen. Vom
Jamske Pleso, einen Bergsee noch in der Waldzone sind wir dann auf dem Blau
markierten Weg zum Gipfel aufgestiegen. Felix war schon am Anfang der Knieholz-
Zone recht kaputt und wollte umkehren. Aber Silvio und ich
haben es geschafft ihn immer wieder zu motivieren,
so dass er langsam mit vielen Pausen voran kam. Beim ersten steilen Aufstieg
zum Sattel Daxnerovo sedlo, wo man teilweise schon die Hände beim Aufstieg
zur Hilfe nehmen muss war Felix nach einer ausgiebigen Futterpause wieder fit.
Wenn es in Kletterei übergeht macht es Felix Spaß und er ist motiviert.
Vom Sattel geht es dann über den Grat und teilweise steilere Passagen zum
Gipfel. Direkt unter dem Gipfel ist es nochmals recht steil und es bildetet
sich Menschentrauben vor den Kletterstellen. Wir haben uns an den Massen vorbei
einen etwas ausgesetzteren Weg gesucht und waren gegen 13:00 auf dem Gipfel
des Krivan. Wir waren alle fertig, auch Silvio und ich. Für mich war es
auch seit ca. 8 Jahren wieder die erste 2000er Bergtour. Auf dem Gipfel hatten
wir gemischtes Wetter. Manchmal zog es sich ganz zu, dann war wieder Sonnenschein
und wir hatten einen wunderschönen Blick über die Tatra.
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Der Abstieg führte über die gleiche
Route bis zum Jamske Pleso. Von dort sind wir dann weiter
0 über den Rot makierten Weg nach Strbske
Pleso gelaufen, wo wir gegen 18:30 vollkommen fertig ankamen. Vorallem Felix
kroch nur so hinter uns her. Aber er hat fantastisch durchgehalten und hat auch
fast den ganzen Weg selbst seinen Rucksack getragen. In Strbske Pleso haben
wir dann erst mal jeder 3 Tatran Bier getrunken und eine gute slowakische Gulaschsuppe
dazu gegessen, bevor wir mit der Zahnradbahn nach Tatranska Strba gefahren sind.
Dort sind wir dann entlang der Schienen und später entlang der Straße
zu unserer Hütte gestolpert. Andrea hat uns dann Gott sei dank an an der
Straße aufgelesen, so dass wir das letzte Stück zur Hütte gefahren
sind. Der Abend war recht kurz, da wir alle müde waren. Aber es war für
uns ein schöner Tag.
Diese wunderschöne Tour haben Sabine und Felix alleine gemacht. Von Strbske Pleso aus geht es mit dem Sessellift hoch zur Hütte Charta Predne Solisko und von dort zuerst über den blauen und dann über den gelben Weg ins schöne Tal Furkotska Dolina. In diesem Tal gibt es zwei schöne Bergseen, den Nitzne- und den Vysne- Wahlenbergovo Pleso. Das Highlight dieser Tour ist der Bystrosattel (2314m), über den ein mit Ketten gesicherter Weg führt. Der Abstieg erfolgt dann durch das ebenfalls sehr schöne Tal Mlynicka Dolina, vorbei an dem Wassenfall Vodopad Skok bis nach Strbske Pleso. Sabine hat bei dieser Tour viele Blumen und Pflanzen fotografiert und auch die Murmeltiere waren wieder nur zu hören. Für die gesamte Tour haben die beiden 7 Stunden gebraucht, was mit Felix recht gut ist.
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Diese Tour ist für alle zu empfehlen, die nicht nur ein Gipfelziel im Auge haben, sondern auch Natur und Einsamkeit erleben wollen. Die Tour ist sehr vielseitig und auch anspruchsvoll. Man begegnet auch nicht sehr vielen Menschen unterwegs, hat aber eine realistische Chance eine Gämse oder Murmeltiere zu sehen. Links: Gelber Enzian |
Die Rysy- Tour ist eine der schönsten Gipfeltouren der Tatra. Ausgangspunkt ist Strebske pleso. Von dort geht es über den Rot markierten Weg zum Popradske Pleso, wo man, wenn man will und kann, große Lastensäcke bis zur Rysy- Hütte schleppen kann. Wir haben unterwegs zwei Träger gesehen, die solche Lasten auf dem Rücken hatten. Ich habe mal versucht so einen Sack anzuheben, habe ihn aber keinen Zentimeter bewegt. Man kann aber auch 5 oder 10 Kilo im eigenen Rucksack mitnehmen und bekommt dafür bei der Hütte einen Gratistee (Wert 30 SK). Für uns kam das natürlich nicht in Frage, da wir, besonders ich ja selbst schon schwer genug waren.
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Vom Popradske Pleso aus geht es dann
in das Tal Mengusovska Dolina auf dem blauen Weg weiter bis zum Abzweig Rysy.
Felix wollte natürlich schon wieder kapitulieren, aber ich konnte ihn noch
motivieren. Aber dennoch waren wieder viele kleine ermüdende Pausen angesagt.
Nach dem Wegabzweig geht es in scharfen Serpentinen eine steile Talschwelle
hoch zu dem schönen Bergsee Zabie Plesa. Von dort geht es über einen
mit Ketten gesicherten Steig weiter über eine Steilstufe ins Tal Dolina
pod Vahou und von dort zur Rysy- Hütte, die ca. eine Stunde unter dem Gipfel
liegt. Die Hütte wurde im Frühjahr von einer Lawine zerstört
und war nur provisorisch wieder in Betrieb genommen. Aber es gab einen Tee (30
SK) und eine Fanta (35 SK) für uns. Alles was es in der Hütte gibt
wird von den Trägern dort hochgetragen. Es gibt sogar einen so genannten
Sherpalauf, bei dem die Träger mit einer entsprechenden Last um die Wette
laufen. Auch gibt es einen Rysy- Lauf, bei dem Ausdauerläufer einen Wettlauf
zum Gipfel machen. Bei unserer Tour haben uns auch einige von diesen trainierenden
Läufern überholt.
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Für uns war bei der Hütte Schluss. Es war schon fast 14:00 Uhr und ich war froh, dass ich Felix bis zur Hütte motivieren konnte. Bei dem recht schnellen Abstieg wurden wir noch vom Regen überrascht, aber es war nur ein kurzer Schauer. Gegen 18:30 waren wir an der Hütte, nachdem wir von der Zahnradbahn- Station Liscovic durch den Wald geirrt sind.
An diesem Tag haben wir uns eine kleine Wanderung zum Popradske Pleso vorgenommen. Die Kleinen auf dem Rücken sind wir am späten Vormittag in Strbske Pleso gestartet und waren nach ca. 2 Stunden am Poprader See. Der Popradske pleso liegt mitten im Wald auf 1494 m Höhe. Am See gibt es ein Berghotel, in dem man auch übernachten kann. Das Berghotel ist somit auch ein idealer Ausgangspunkt für Bergtouren.
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Unweit vom See ist ein symbolischer
Bergfriedhof, der an verunglückte Bergsteiger erinnern soll. Der Bergfriedhof
besteht aus einer kleinen Kapelle und etlichen geschnitzten bunten Holzkreuzen
und Gedenktafeln. Die älteste Tafel ist von 1907. Jährlich kommen
neue Tafeln hinzu. In der Kapelle steht die Inschrift "Im gedenken an die
Toten- den Lebenden zur Warnung!".![]()
Nach einen slowakischen Hamburger (Riesen Semmel mit Salat und warmen Bierschinken) und einem Tatran Bier in der Hütte sind wir dann zum Bergfriedhof gelaufen und von dort über die asphaltierte Straße zur Haltestelle der Tatra- Querbahn Popradske Pleso. Von dort mit der Bahn eine Station nach Strbske Pleso, wo unser Auto, wie immer, auf dem bewachten Parkplatz stand.
Bunt verziertes Holzhaus in Zdiar
Zdiar ist ein typisches Goralendorf in Nord-Osten der Tatra. Das ganze Dorf ist ein lebendiges Freilichtmuseum. Allerdings gibt es nur ein Haus, welches man auch von Innen besichtigen kann. (Schild Museum folgen) Dort kann man dann auch Trachten und andere kitschige Dinge, die extra für Touristen gemacht werden, kaufen. Das Dorf liegt 13 km vor der Polnischen Grenze. Die Holzhäuser im Dorf sind bunt bemalt und meist auch mit Holzschindeln gedeckt. Allerdings sind auch schon viele Dächer aus Blech oder aus aufgerollten Ölfässern. Pferdewagen auf der Dorfstraße sind keine Seltenheit. Auch gibt es noch die Lautsprecher an den Telegrafenmasten, die man zu sozialistischen Zeiten zur Beschallung des Dorfes benutzt hat. In einigen Dörfern, durch die wir gefahren sind waren diese Anlagen auch noch in Betrieb.
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Zdiar ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.
An den meisten Tagen unseres Urlaubs haben wir uns in den Touristenorten und in den Bergen aufgehalten. In den Touristenorten ist alles sehr westlich. Es gibt Supermärkte, Banken, Restaurants und eigentlich alles was das Herz begehrt. Diese Orte bestehen aber auch im wesentlichen aus Hotels und Ferienanlagen und sie befinden sich schon im Nationalpark. Das echte Leben spielt sich in den Orten vor der Tatra ab.
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Am letzten Tag unseres 14- tägigen Tatraurlaubs haben
wir noch eine kleine Rundfahrt ins Hinterland gemacht. Wir sind von Tatranska
Strba in Richtung Poprad gefahren und vor Poprad in Richtung Liptovska Teplicka
abgebogen. Wir sind durch Dörfer und Wälder gefahren und am Ende wieder
in Strba rausgekommen. Auf dieser kleinen Runde durchs "Hinterland"
haben wir viele Eindrücke gewonnen. Wir haben Wohnsiedlungen gesehen, die
zu sozialistischen Zeiten gebaut wurden, um Arbeiter unterzubringen, moderne
Eigenheime und richtige Zigeunervirtel. In einem Dorf haben wir gesehen,
wie Zigeuner ihre Wäsche im Bach wuschen und die Teppiche
auf der Straße schruppten.
Auch an vielen Häusern sieht man die Armut und den Verfall, den die neue
Gesellschaftsordnung gebracht hat. Viele Häuser sind nur mit aufgerollten
Ölfässern gedeckt. Viele Leute sind durch die Schließung von
großen Fabriken arbeitslos geworden und leben vor sich hin und verkaufen
im Sommer Pilze an den Fernstraßen. In den Städten sieht es etwas
anders aus. Es entstehen westliche Supermärkte und es zeigt sich gerade,
welche Betriebe überleben werden. Auch westliche Firmen siedeln sich in
dem Billiglohnland Slowakei an. Allerdings weit nicht so viele wie in Tschechien.
Auch die Loslösung von Tschechien hat zu dem Verfall der slowakischen Wirtschaft
beigetragen.
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Trotz der Armut sind die Slowaken ein gastfreundliches Volk. Wir haben auch trotz der vielen Warnungen vor Kriminalität und Autodiebstahl keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Es gilt wie immer im Ausland: Wenn man sich vernünftig benimmt und nicht als großkotziger Deutscher auftritt hat man kein Problem. Leider nutzen viele Deutsche die billigen Preise in Restaurants und Hotels aus, um sich wie Übermenschen aufzuspielen, obwohl sie in Deutschland nur kleine Spießbürgerlein sind. Aber das ist ja nichts Neues.

Ich möchte auch noch ein paar allgemeine Worte über die Slowakei verlieren. Die Slowakei hat ca. 5,3 Millionen Einwohner. Davon bezeichnen sich nur 85 % als Slowaken. Der Rest gehört der ungarischen und sogar deutschen Minderheit an. Den Hauptteil anderer Nationalitäten bilden die Roma (10%).
Die Slowakei erstreckt sich auf einer Fläche von
49036 Quadratkilometern. Das sind 38 % der einstigen Tschechoslowakei. Die Slowakei
grenzt an die Staaten Tschechien, Österreich, Ungarn, Ukraine und Polen.
Die Hauptstadt ist Bratislava.
Die Währung ist die Slowakische Krone (SK). Aber
auch die DM ist ein beliebtes Zahlungsmittel.
Wechselkurs DM = 22 SK. (Diese Angabe ist nicht aktuell.)
Seit der Ausrufung der Slowakischen Republik und der damit verbundenen Trennung von Tschechien im Jahre 1993 hat sich die wirtschaftliche Situation der meisten Slowaken verschlechtert. Die slowakische Krone verliert stetig an Wert und die Zahl der Arbeitslosen steigt.
Für weitere Informationen, verweise ich an dieser Stelle auf die Reise- Literaturliste weiter unten.
An dieser Stelle noch ein paar persönliche Tipps und Erfahrungen von mir:
Die Hohe Tatra ist ein Hochgebirge. Man muß also festes Schuhwerk und alles was man sonst im Hochgebirge braucht dabei haben. Wichtig ist auf jeden Fall: Immer Regensachen mitnehmen. In der Tatra kann das Wetter binnen weniger Sunden total umschwenken. Wanderkarten kauft man am besten vor Ort. Informationen zum Nationalpark gibt es auf der TANAP Homepage. Siehe Links.
Wie schon erwähnt, haben wir in einer Hütte
übernachtet. Die Hütte hat pro Woche 700 DM gekostet (Reisebüro SATUR, Siehe Links)
und hatte Platz für zwei Familien. Bei den Kosten sollte man berücksichtigen,
dass bei dem slowakischem Vermieter noch Kosten für Kaminholz (25 DM) und
Kaution (200 DM) anfällt. (Keine SK) Die Hütte war zwar kein deutscher
Standard, aber wir waren vollends zufrieden und haben uns sehr wohl gefühlt.
Eine private Auslands- Krankenversicherung ist seit 2000 in Tschechien und der Slowakei Pflicht. Diese muß man u.U. auch an der Grenze vorzeigen.
Zahlungsmittel ist die Slowakische Krone (SK). Der Wechselkurs war im Bereich 1DM = 22SK. Geld tauschen oder beschaffen macht man am besten vor Ort. In den Touristen Orten gibt es Geldautomaten, die EC-Karte akzeptieren. Es ist aber auch sehr sinnvoll ein paar DM dabeizuhaben. Manche Dinge kann man nur mit DM bezahlen (z.B. Kaution Hütte). Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man an den Banken keine DM bekommt, nur Slowakische Kronen.
In den Touristen Orten gibt es überall Supermärkte mit allem was das Herz begehrt. Westliche Produkte sind genauso teuer oder sogar teurer wie in Deutschland. Slowakische Produkte (Lebensmittel) sind 30 bis 50 % billiger wie in Deutschland. Man kann auch äußerst günstig in Restaurants und Hotels essen. Ein ausgiebiges Menü kostet 100 bis 200 SK. Auch Bier ist billig und gut. Wir haben oft nach Bergtouren im Hotel Rysy in Tatranska Strba gegessen.
Auf jeden Fall sollte man den slowakischen geräucherten Schafskäse probieren. Gibt es im Supermarkt als gerollten Käse und an Straßenbuden als geflochtene Zöpfe.
Tankstellen gibt es genügend. Allerdings nehmen nicht alle Tankstellen EC- oder Kreditkarten. Man sollte also immer Bares dabei haben.
Das Parken ist eine teure Angelegenheit. Am besten parkt man tagsüber während einer Bergtour auf einem bewachten Parkplatz. Diese gibt es an großen Hotels und sie sind mit Schranken und Wachmännern ausgestattet. Ein Tag kostet 150 - 160 SK, eine Stunde 20 - 40 SK. Die Diebstahlsraten bei Autos sind recht hoch und wenn ein Auto weg ist braucht man sich nicht viel Hoffnung machen, dass man es wieder sieht. Die Ukrainische Grenze ist keine 150 km entfernt.
In Tatranska Lomnica gibt es im Sport- Hotel "Slovan" ein Schwimmbad, welches man auch benutzen kann, wenn man kein Gast des Hotels ist. Das Hotel ist an der Hauptstraße, nicht zu übersehen. Kosten für ganzen Tag: Erw. 45 SK und Kind 20 SK. Wir waren dort oft nach Bergtouren noch eine Runde schwimmen oder planschen.
In den Wäldern unterhalb des Nationalparks darf man Pilze suchen- und es gibt sehr viele. Vor allem Monster- Steinpilze. Wer gerne Pilze sucht und isst, sollte auf jeden Fall mal durch den urigen Wald streifen.
Die Anreiseroute hängt natürlich vom Ausgangsort ab. Ich werde hier zwei Routen vorstellen, die von Regensburg aus sinnvoll sind.
Regensburg - Passau - Wien - Bratislava - Trencin - Zilina - Poprad => 770 Km
Diese Route über Österreich hat zwar mehr Autobahn- Kilometer und ist etwas kürzer als Route (2), aber unterm Strich ist sie teurer und stressiger als Route (2). Es fallen österreichische Autobahngebühren an und der Verkehr und die damit verbundene Staugefahr zwischen Regensburg und Wien ist größer.
Regensburg - Grenzübergang Waidhaus - Pilsen (Plzen) - Prag (Praha) - Brünn (Brno) - Uh. Hradiste - Trencin - Zilina - Poprad => 800 Km
Diese Route über Tschechien haben wir gewählt und wir waren sehr zufrieden. Allerdings muß man mehr Landstraßen- Kilometer in Kauf nehmen. Besonders in der Slowakei ist das sehr aufregend, da man dort prinzipiell auf einer zweispurigen Landstraße dreispurig fährt. Wir hatten einige Adrenalinstöße bei An- und Abreise. Außerdem mußten wir am Grenzübergang zwischen Tschechien und Slowakei bei der Hinreise eine Stunde warten. Besonders angenehm war das Fahren auf den leeren Autobahnen in Tschechien und in der Slowakei. Was man auch nicht vernachlässigen sollte, sind die Benzinpreise. In Tschechien und in der Slowakei sind diese wesentlich niedriger und das ist gut für die Urlaubskasse.
Kfz bis 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht
1 Monat: 200 Czk
10 Tage: 100 Czk
Kfz bis 1,5 t zulässigem Gesamtgewicht
15 Tage: 60 Skk
Kfz über 1,5 t bis 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht
15 Tage: 130 Skk
Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es beim ADAC.
Im folgenden gebe ich eine Liste von Reiseliteratur ,
die ich benutzt habe.
Es
gibt sicher noch viele andere gute Reisehandbücher und Karten. Vor allem,
was Kultur und Landesgeschichte betrifft. Im Allgemeinen kann ich sagen, dass
für mich die folgende Literatur ausreichend war.
Um aktuelle Informationen zu erhalten empfehle ich auch hier den ADAC und entsprechende Internetseiten. Siehe Linkliste.
Titel, Autor, Verlag, (ISBN) |
Meine persönliche Bewertung |
(1) Bergwanderungen in der Hohen Tatra, Stanislav Samuhel, Rother Wanderführer |
Rother Wanderführer in gewohnter Qualität. Enthält kurze Wegbeschreibungen mit je einem Kartenausschnitt und einem Foto des Ziels. Es werden nur Bergtouren beschrieben, die man allein durchführen kann und Touren, für die ein Bergführer notwendig ist. Es ist kein Kletterführer! |
(2) Marco Polo Reiseführer Slowakei |
Reiseführer, wenn man ins Hinterland möchte oder bei der An- und Abreise den ein oder anderen Abstecher machen will. Über die Hohe Tatra ist nur ein kleines Kapitel enthalten. |
(3) Tatra, Jan Lacika, Dajama Verlag, ISBN 80-88975-12-3 |
Reiseführer für die Hohe Tatra. Enthält auch sehr viel Hintergrundinformationen zu Land und Leute, aber auch Tourenbeschreibungen im Gebirge und Umland. Es ist deshalb die ideale Ergänzung zu (1). Ich habe das Buch vor Ort gekauft. |
(4) Wanderkarte Hohe Tatra, Deutsche Ausgabe 1:50 000, ISBN 80-8042-040-8 |
Die Standard Karte zum Wandern in der Hohen Tatra. Gibt es auch vor Ort. Die meisten Touren werden mit der Karte 113 abgedeckt. Will man auch in der Weißen Tatra Touren machen ist zusätzlich die Karte 103 notwendig. |
(5) Durch die Tatra- Natur, Juraj Ksiazek, Verlag Alter Ego, ISBN 80-967529-7-9 |
Kleiner Reiseführer, den man wahrscheinlich nur vor Ort bekommt. Enthält Informationen über Flora und Fauna mit schönen Abbildungen. Deshalb sehr schön für Kinder, die an Tieren interessiert sind. Außerdem sind sehr schöne "Panoramakarten" von Gipfeln und anderen Aussichtspunkten enthalten. Das ist sehr nützlich, wenn man Berggipfel bestimmen möchte. |
(6) Hohe Tatra Touristenführer, Ladimir Adamec, Radek Roubal, Verlag Sport Bratislava 1977 |
Mit diesem Buch war ich schon als Kind mit meinen Eltern unterwegs. Es ist trotz Erscheinungsdatum 1977 noch recht aktuell und sehr gut. Enthält Tourenbeschreibungen für alle erlaubten Wanderungen, aber auch für Ausflüge ins Hinterland. |
(7) Autokarte Tschechische Republik und Slowakische Republik, 1:500000, Verlag freytag & berndt |
Diese Karte haben wir benutzt. Es gibt sicherlich bessere Karten. Für Ausflüge ins Hinterland ist diese Karte sicher ungeeignet. Für die An- und Abreise ist sie aber vollkommen ausreichend. |
Die Bücher 3,4,5 sollte
man in der Tatra kaufen. Das Buch (6) ist noch im Antiquariat zu haben.![]()
Im folgenden sind ein paar nützliche Links beschrieben. Wie immer gibt es natürlich noch tausend andere gute Internetseiten zum Thema Hohe Tatra.
Links |
Meine persönliche Bewertung |
Sehr gute Homepage vom Tatra- Nationalpark (TANAP). Auf dieser Seite gibt es viele Informationen zur Hohen Tatra. Wandern, Natur, Hotels, Sport, Transportmittel, Städteinfos usw. Diese Seite kann ich nur empfehlen. |
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Live web-cams vom TANAP. |
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Offizielle Homepage des Auswärtigen Amt von Deutschland. Dort gibt es unter der Rubrik "Reiseinformation" aktuelle Hinweise für Reisen in die Slowakei und andere Staaten. |
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Homepage vom Reisebüro SATUR, welches sich auf die Slowakei und Tschechien spezialisiert hat. Hat auch ein Büro in Berlin. Über dieses Reisebüro haben wir auch unsere Hütte gebucht. |
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TOM's Outdoor Page: Gute private Homepage zum Thema Outdoor, Natur, Berge usw. Dort gibt es auch einen Reisebericht von der Hohen Tatra. Tom hat mir vor unserer Reise gute Tipps gegeben. |
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Slovakische Homepage mit vielen Bildern, Karten, Webcams usw. |
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Die
Verantwortung für den Inhalt der Internetseiten, die über diese Links
zu erreichen sind liegt allein bei den jeweiligen Betreibern.
Dann schreibt mir eine E- Mail! Vielleicht kann ich noch die ein oder andere Spezialfrage beantworten. Ich freue mich auch über Erfahrungen, die ihr gemacht habt. Auch kritische Anregungen zu meiner Homepage sind willkommen.
Übrigens noch viele andere Fotos von der Hohen Tatra sind in der Foto Galerie zu finden.
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Erstellt am 04.02.2001